Kirchengemeinde St. Marien Glückstadt

Nach Altona ist Glückstadt die zweite katholische Kirchengemeinde, die in Schleswig- Holstein nach der Reformation gegründet wurde.

Bereits 1634 wurde im Hause des spanischen Gesandten in Glückstadt die hl. Messe gefeiert, wozu ein Vertrag zwischen den Königreichen Spanien und Dänemark berechtigte. Im Zuge der Ansiedelungspolitik Christians des IV. erhielten die Juden das Recht auf freie Religionsausübung.

1662 wurde dieses Recht auch den Katholiken gewährt. Diese errichteten 1667 eine Kirche, die 1782 durch einen Neubau ersetzt wurde, in dem bis 1963 katholischer Gottesdienst gefeiert wurde.

Die Glückstädter Pfarre betreute über viele Jahrzehnte alle Katholiken Holsteins, soweit sie nicht zur Pfarre Altona gehörten.

1964 wurde durch den Bischof zu Osnabrück der  Neubau des Hamburger Architekten Bargholz konsekriert.

St. Marien liegt in Glückstadt-Nord inmitten eines Wohngebietes. Aus der alten Kirche wurden zwei Gemälde in den Neubau übernommen, nämlich das ehemalige Altarbild und ein Porträt des Christoph von Rantzau , der 1650 konvertierte und durch größere Stiftungen wesentlich die Missionsarbeit der Gemeinde im 17. Jahrhundert ermöglichte.

Die runde Backsteinkirche wird durch ein goldenes Kreuz auf dem Dach gekrönt. Wenn wir am Glockenturm emporblicken, erkennen wir einen goldenen Hahn. Kirchturmhähne gelten allgemein als Zeichen der Wachsamkeit.   

 (Text nach W. Kroker und J. Gerber aus  "ökumenischer Kirchenführer für den Kreis Steinburg", 1992)

   
© Katholische Pfarrei St. Ansgar Itzehoe